Winterprojekt: Wildbienen-Nisthilfe, aus Pflanzenstengeln selbst gebaut

Unsere Parzelle soll (noch) insektenfreundlicher werden. Das ist, hoch und heilig versprochen und an dieser Stelle offiziell bekräftigt, mein großes Garten-Vorhaben für 2019.

Erinnert Ihr Euch, daß ich im vergangenen November eine Handvoll Himbeerstengel aussortiert und beiseite gelegt hatte? Die Achtung, ein Zitat aus meinem Lieblingsfilm schrecklichen haarigen Biester haben vor dem Wetter geschützt in der Laube überwintert, denn sie sollten jetzt, zwei Monate später (ungefähr) noch möglichst intakt und auf keinen Fall morsch sein. Warum und wieso und was ich mit den Stengeln angestellt habe? – Na, ich habe sie zum Bau einer Nisthilfe für Wildbienen verwendet!

Das war auch wirklich nicht schwierig! Und das sage ich, die ich nun wirklich nicht die Selbstmach- und Bastel-Königin vor dem Herrn bin… (Ganz in echt, ungelogen.) Also: immer fröhlich ran an die Quartiersbauerei!

Die Materialliste: Außer zwei Pflanzstäben, etwas Bindegarn oder Gartendraht und einer Schere benötigt Ihr weiter nichts. Die Pflanzenstengel natürlich, die Ihr mit einer Astschere noch so zuschneiden solltet, dass sie alle ungefähr die gleiche Länge haben, ca. 50 cm bis ein Meter. Aber keine schweren Werkzeuge oder ähnliches.

Und der Aufbau: gelingt im Prinzip in zwei Schritten und kinderleicht. Zunächst mal kommen die Pflanzstäbe mit etwa einem bis eineinhalb Metern Abstand in die Erde. (Abhängig davon, wie viele Stengel Ihr habt.) Dann schneidet Ihr Euch etwas Bindegarn oder -draht zurecht, einmal für oben und einmal für unten sozusagen, und befestigt die Stengel so zwischen den beiden Pflanzstäben, daß sie wie die Orgelpfeifen senkrecht in der Luft hängen. Das ist ein bißchen Wickel- und Frickelei, aber wirklich nicht aufwendig!

Den Standort Eurer Nisthilfe solltet Ihr so wählen, daß nektareiche Nahrungsqullen für die späteren Bewohner nicht allzu weit sind. Meine steht zum Beispiel in der Nähe der Beerensträucher bei uns im Garten.

Und wer zieht da jetzt ein? Auf jeden Fall hoffentlich! solche Wildbienen, die sich ihre Gänge erst selbst nagen, um darin zu siedeln. Nicht alle Arten nisten sich in natürlich vorhandenen Hohlräumen ein, das wußte ich auch nicht, bis ich anfing, mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Pflanzenmark ist relativ weich und daher für die Insekten einfacher zu durchdringen als festes Holz. Daher ein Tip nebenbei: Himbeerstengel sind nicht die einzigen geeigneten Pflanzenstengel. Markhaltig sind auch Beifuß, Brombeere, Disteln, Heckenrose, Holunder, Kletten, Königskerze oder zum Beispiel die Sonnenblume. Abgeblühtes könnt Ihr also ganz einfach stehen lassen und im Frühjahr (jetzt!) auf einer Höhe von etwa 50 Zentimetern bis zwei Meter abschneiden, um das Pflanzenmark freizulegen. – Vielleicht wird es dann besiedelt.

Ich habe gelesen, daß die einzeln befestigten und senkrecht orientierten Stengel am besten angenommen werden (in die Waagerechte orientierte, gebündelte markhaltige Stengel dagegen fast gar nicht). Die Erklärung dafür ist, daß die Tiere auf der Suche nach möglichen Quartieren noch im Flug ihre Umgebung scannen und entscheiden, ob das, was sie erkennen, ihnen als Unterkunft geeignet erscheint. Und das Auffälligste sind eben einzeln stehende, senkrecht in die Höhe ragende Strukturen. Das leuchtet ja irgendwie ein, oder? So aus der Luft?

Was Ihr sonst noch tun könnt, um Eure Gärten und Balkone in willkommene Orte für Hummeln* und andere Wildbienen zu verwandeln:

1. Pollen- und nektarreiche Wildblumen und Kräuter aussäen, zum Beispiel Kornblume, Mohn, Ringelblume, Borretsch, Wiesensalbei, Natternkopf, Staudenlein, Färberkamille, Moschusmalve, Duftwicke, Phazelie, Mädchenauge, Zinnie, Kosmee, Purpursonnenhut, Sonnenblume, Koriander, Oregano, Thymian,  Zitronenmelisse, Minze, Rosmarin, Salbei, Bohnenkraut, Kapuzinerkresse, Katzenminze, Liebstöckel, Ysop …
2. Bei der Neuanpflanzung von Rosen oder Stauden darauf achten, daß Ihr möglichst solche mit einfachen Blüten wählt. Gefüllte Blüten sind als Nektarquelle schwer zugänglich.
3. Nicht überall gleich aufräumen, Verblühtes stehen lassen, Häufchenbildung unterstützen! So finden die Bienen nicht nur Quartier in Euren Gärten, sie können sich auch an Baumaterial bedienen, das sie unter Umständen für den Nestbau gut gebrauchen können. Spannendes Detail: Die Mohn-Mauerbiene zum Beispiel scheint super wählerisch, sie stopft ihre Brutzellen ausschließlich mit Blütenblättern von Klatschmohn aus. Erstaunlich, oder nicht? Andere Wildbienenarten schaben Pflanzenhaare von Ziest oder Strohblume ab und verwenden diese dann zum Brutzellenbau.

*Ja, Hummeln zählen auch zu den Wildbienen. Im Unterschied zu anderen Arten, die allein (also: solitär) leben, bilden sie aber kleine Sozialstaaten. 50 bis 600 Brummer schließen sich da zu Völkern zusammen, je nach Hummel-Art. Die Insekten zählen in Deutschland zu den geschützten Wildtieren, wie übrigens alle Wildbienen. Von den 41 Hummelarten, die bei uns als heimisch bekannt sind, stehen 16 auf der Roten Liste und 3 sind bereits ganz ausgestorben.

Diese Zahlen habe ich hier nachgeschlagen (ich weiß nicht, ob sie ganz aktuell sind): Fertig zum Einzug. Nisthilfen für Wildbienen, von Werner David und erschienen im pala-verlag, 3. Auflage 2018. Aus diesem Buch stammt auch die Idee zu der Nisthilfe Marke Eigenbau, die ich Euch hier vorstelle. Ich bekam im letzten Herbst zufällig ein Leseexemplar in die Hände, weil ich möglicherweise ist das jetzt Werbung? für die Arbeit einen kleinen Text darüber (also, über das Buch) schreiben musste. Ausnahmsweise habe ich es also nicht selbst gekauft, sondern nur ausgeliehen. Wer sich für das Thema interessiert, dem sei der Band trotzdem sehr ans Herz gelegt. Man lernt so viel!

Und dann kam die Kälte. Wie wir an einem sonnigen Novembertag den Garten winterfest machten

Nicht erst einmal habe ich mich in diesem Herbst schon gefühlt wie die Grille, die vor lauter Geigespielen so ganz und gar und völlig vergessen hat, sich ein Quartier für den Winter einzurichten. Diese Kindergeschichte kennt Ihr, oder? Am Ende kommt das arme Tierchen wohl kurz vor knapp noch bei den Ameisen in der Nachbarschaft unter, die natürlich den ganzen Sommer über emsig unterwegs gewesen sind, Vorräte anlegen und so. Im Gegensatz zur Grille, der dann nur noch eines übrig bleibt: Kost und Logis gegen Musik, immerhin.

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Ringelblumenbalsam {selbstgemacht}

Blühen in Euren Gärten noch die Ringelblumen? Dann mal ran! Ich hab‘ da ein Rezept für Euch. Ausnahmsweise nichts zu essen, ich habe nämlich vor kurzem zum ersten Mal Ringelblumenbalsam selbstgemacht. So umständlich, wie sich das anhört, ist das gar nicht. Ganz im Gegenteil: Drei Zutaten und ein bißchen Zeit, mehr braucht Ihr nicht und bekommt dafür ein garantiert zusatzstofffreies Pflegemittel für die Haut.

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I Built This Garden for Us {Blind-Date Edition #5}

Was kommt dabei heraus, wenn sich 14 Bloggerinnen und Blogger zu einem festlegten Song Gedanken machen und die entstandenen Beiträge zeitgleich ins Internet stellen? Unter dem Motto „I Build This Garden For Us“ haben wir alle einen Beitrag zu dem gleichnamigen Song von Lenny Kravitz geschrieben.
Wir wissen nicht, was die anderen geschrieben haben, es gab keine inhaltliche Abstimmung – und wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis!

Mit dabei sind diesmal Gartenbaukunst, BeetkulturDer kleine Horrorgarten
, Karo-Tina Aldente, CardamonchaiMilli BloomRienmakäferGarteneuphorie, Seaside-Cottage, Garteninspektor, Faun und Farn, Frau Meise, Mrs. Greenhouse und das Laubenhausmädchen. Und ich kann Euch sagen: Ich freue mich so sehr, Teil dieser Runde zu sein! 

And in the sunshine we will play

Absolut! So ist dieser Sommer, dachte ich, als ich mir „I Built This Garden for Us“  das erste Mal anhörte. (Ja, ich gebe zu, ich kannte den Song vorher nicht. Ihr?) Ich kann mich nicht entsinnen, daß das in den letzten Jahren überhaupt mal so war. Strumpflos glücklich seit April und jeden Tag unendlich viel Sonnenschein? Am Wochenende Stunde um Stunde im Schatten des großen Kirschbaums im Garten in der Hängematte geschaukelt? Über eine wochenlang komplett ausgetrocknete Regentonne gestaunt? – Nein, das gab’s wirklich sehr, sehr lange nicht. (Erinnert sich noch jemand an den Sommer von 2003? Das muß so ähnlich gewesen sein. Damals war allerdings noch lange kein Gedanke an einen eigenen Garten.)

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Feierabend im Garten

Sind diese Sommerabende nicht herrlich? Es ist warm, die Sonne scheint noch lange und nach der Arbeit bleibt Zeit, in den Garten zu fahren. Erst auf der Terrasse zu sitzen und die Schmetterlinge im Lavendel zu beobachten, dann eine große Runde zu drehen und alle, alle Blüten zu zählen. Den Tomaten beim Wachsen zuzugucken. Die Gießkanne zu schwingen und dabei einfach mal durchzuatmen. Iiinschnuufe und Uusschnuufe. Sagt meine liebe Kollegin immer. Und sie hat recht! (Unumstößliche Regel, ehrlich wahr.)

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Wenn der Sommer Dir Kirschen gibt …

mach‘ Pie daraus!

Vor einer Weile brachte der Freund die ersten Kirschen aus dem Garten mit. Wir aßen ein paar davon zum Frühstück. Später sagte er zu mir, „kannst du nicht einen Kuchen backen oder sowas? Ich kann die unmöglich alle so essen!“, und zeigte auf den Beutel mit den frisch gepflückten Kirschen. Ich hätte protestieren sollen, da es für mich im Sommer eigentlich (fast) nichts schöneres gibt, als fuderweise Kirschen in mich reinzustopfen, einfach so. Mit Ansage!

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Summer Wine {Blind-Date Edition #2}

Was kommt dabei heraus, wenn elf Gartenbloggerinnen und Gartenblogger sich zu einem festgelegten Song Gedanken machen und die entstandenen Beiträge zeitgleich ins Internet stellen?
Edition #2: Unter dem Motto „Summer Wine“ hat jede/r von uns einen Beitrag zu dem gleichnamigen Song von Nancy Sinatra geschrieben. – Wir wissen nicht, was die anderen geschrieben haben, es gab keine inhaltliche Abstimmung und wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis!
Beim zweiten Gartenblogger-Blind-Date dabei sind Gartenbaukunst, Hauptstadtgarten, Beetkultur, Rienmakäfer, Der kleine Horrorgarten, Ye olde Kitchen, Karo-Tina aldente, Cardamonchai, Sind im Garten, Milli Bloom
– und das Laubenhausmädchen.

 

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Neues vom Rosenkohl {Laubenhausmädchens Gemüsegarten}

Oder auch: zwei Fliegen mit einer Klappe.

Diese Rosenkohlsache ist ja schon auch ein bißchen aufregend, das kann ich Euch sagen. Immer komm‘ ich bang in’n Garten und denk‘ mir, hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich! Hoffentlich waren die Schnecken nicht dran, hoffentlich bleiben die Fliegen weg. Und kommen jetzt etwa noch die bösen Schmetterlingsraupen ums Eck? Hoffentlich nicht. (Kohlweißling und so, in groß oder in klein zu haben und sehr gefräßig. Am Kohlrabi waren sie tatsächlich dran und haben die Blätter zum Teil komplett abgenagt, die blöden Viecher. Wie passend, daß die Knollen inzwischen groß genug waren, daß wir sie ernten konnten. Mußten. Das rettet!)

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Ich gehe in meinen Garten und ernte – Johannisbeeren {#ausmeinemgarten}

Liebe Leute! Ich bin ein bißchen aufgeregt … Ich möchte Euch nämlich gern einladen. Zur großen Ernteparty, den ganzen Sommer lang bis in den Herbst hinein. Laubenhausmädchens erste Blogparade soll das werden, und ich lade Euch alle herzlich ein, ordentlich mitzumachen. Ihr habt ’n Garten oder baut auf dem Balkon oder auf der Terrasse allerlei Erntebares an? Auf der Fensterbank stehen die Kräutertöpfchen? Gilt alles! Haut Eure liebsten Rezepte raus, wir legen ein gemeinsames virtuelles Kochbuch an, unter dem Hashtag #ausmeinemgarten. Wer keinen Blog hat, schreibt gern in die Kommentare. Alle anderen – und ich hoffe sehr, wir werden viele! – schicken mir einfach einen Link zu ihrem Beitrag per E-Mail und ich sammele sie hier an dieser Stelle, in diesem Post. So entsteht dann hoffentlich im Laufe der kommenden Wochen und Monate eine lange, lange Liste. Die Parade soll mit dem Ende der Erntezeit erst schließen, Ihr habt also Zeit bis zum Grünkohl! In diesem Post und in meiner Sidebar findet Ihr ein Bild (ein sehr sommerliches, zugegebenermaßen, vielleicht tausche ich es im Herbst auch noch mal aus), das Ihr gerne auch in Euren Blogposts verwenden könnt. Ich bin gespannt, was jetzt passiert! Und freu mich drauf.

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Voll Kohl, ey {Laubenhausmädchens Gemüsegarten}

Ich mach‘ ja selten was nach Lehrbuch im Garten. Meistens läuft das eher so nach dem Motto, „Oh, das sieht aber schön aus, das probier‘ ich mal!“ Oder, „Hm, lecker! Das will ich wohl auch …“ So passierte es dann zum Beispiel, daß ich in meiner ersten Saison als Schrebergärtnerin vor fünf Jahren nur durch Versuche herausfand, daß Hortensien die pralle Sonne einer Südterrasse partout nicht vertragen. Die, die ich angeschafft hatte, weigerte sich standhaft zu blühen, und tat das auch erst wieder, als sie auf der Ostseite der Laube eine neue Heimat fand. Ah, Halbschatten, okay. Na gut!

Manche Ernte ist auch schon eher dürftig ausgefallen, weil ich vergaß zu gießen und regelmäßig zu düngen oder weil ich die Schere zu radikal angesetzt hatte. (Oder weil die Schnecken sich nicht aufhalten ließen.) Brombeeren tragen am zweijährigen Holz? Dann sollte ich sie vielleicht nicht in jedem Herbst wieder auf Stumpf und Stiel zurückschneiden! (So halte ich das mit meinen Himbeeren, die folgerichtig immer erst im Herbst tragen. Brombeeren lassen sich aber offenbar nicht umerziehen.) – Man lernt doch nie aus. Es ist ja auch nicht so, daß ich nicht massenweise Literatur und Ratgeber zu Hause hätte. Der Gartenfreund (das monatlich erscheinende Verbandsblatt der Kleingärtner in Nordrhein-Westfalen) wird bei uns ohnehin archiviert. Und so wie ich Kochrezepte horte (Ihr wißt, das Eichhörnchen-Problem!), sammele ich auch alles Gartenzeitschriftliche, das mir irgendwie relevant erscheint, und schaue immer wieder nach Büchern. Ich gucke da nur so selten rein! Das gebe ich zu.

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