Rein ins Gemüse, raus aus’m Gemüse {Das waren die Eisheiligen dieses Jahr}

Merke: An Regentagen hat die Kleingärtnerin Zeit zu bloggen.

„Haben wir ein Glück, daß wir so faul sind!“, sagte der Freund vor einer Weile zu mir. Na, faul sind wir ja nicht, habe ich da geantwortet. Wir hatten doch bloß Pech mit dem Wetter! Gefangen in der ewigen Eiszeit, so fühlte sich das an. Ging’s Euch auch so? Die sonnigen Tage waren rar, und die strumpflos glücklichen erst recht. (Ihr müßt wissen: ohne Strümpfe in Sommerschuhen, das ist mein Liebstes, und am allerliebsten wär’s mir wohl, ich könnte von Anfang April bis Ende November strumpflos gehen … Damit ist’s wohl Essig dieses Jahr. – Fast bis Ende Mai mußte ich warten!) Und dann kamen die frostigen Nächte im April und mit ihnen die Schäden am Obst. An der Kirsche sind so viele Blüten verfroren und am Birnbaum wohl auch. Das ist sehr ärgerlich – ich hatte mich schon so auf die Marmelade gefreut! –, aber so ist wohl das Gärtnerleben, da kann man nicht viel machen. Außer: Wenigstens das Gemüse warmhalten!

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Wie ich mir den Sommer ins Haus hole

Ihr fragt Euch bestimmt: Juckts die gar nicht in den Fingern? Daß sie wieder in der Erde wühlen und im Garten werken kann? Doch, schon. – Ja, sicher tut es das! Eben erst Erde unter den Nägeln gehabt (mit Handschuhen arbeite ich nicht so gern), da die Aufräumarbeiten ja längst laufen. Der Frühjahrsputz im Garten ist im Gange, so es das Wetter und die Temperaturen wohl erlauben. Da muß man dann eben dem Nieselregen ab und zu ein Schnippchen schlagen und wie heute nachmittag mit der Kaffeetasse unterm Laubenvordach sitzen und warten … Sonntags nur leise Arbeiten, das Laub aus den Beeten holen, das bis vor kurzem noch als Kälteschutz dienen sollte, an den Stauden Verblühtes und Verbrauchtes, am Frauenmantel – und davon haben wir viel! – die braungewordenen Blätter abschneiden: Da gibts jetzt schon eine ganze Menge zu tun. Den ersten Löwenzahn mußt‘ ich schon loswerden! Und bis zum Gemüsebeet sind wir noch gar nicht vorgedrungen, das auch noch hübsch gemacht werden soll. Das kann aber nun wirklich noch ein bißchen warten, denke ich. – Da ist ja noch die Berberitzenhecke, die jetzt doch ganz abgeräumt wird, weil sie uns mit ihren ewigen Stacheln so nervt: laute Arbeiten nur unter der Woche und mit großer Unterstützung der Obleute aus dem Schrebergartenverein, die einen Motorsägenführerschein haben. Und das entsprechende Gerät. Danke, Männer! (Muß man ja mal sagen.)

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Rückblick? – Ausblick!

2017. Neue Saison, neues Glück. 14. Januar, draußen: Schneeregen. Alles andere als Gartenwetter. Vor meinem geistigen Auge sehe ich knackigen Salat, knallgrüne Erbsen, köstliche kleine Gurken … Kirschblüten, Heidelbeerknospen … Tomaten! Auf jeden Fall Tomaten. Es heißt ja immer, Geduld sei unter Gärtnern die meistgefragte Tugend. Aber wie lange muß ich denn noch auf den Frühling warten? (– Ernsthaft. Wie lange noch? Hätte ich mir mal doch ’n Abreißkalender gebastelt.)

Diese Frage stelle ich mir jedes Jahr um diese Zeit. Im Kopf habe ich die Beetbelegung im Gemüsegarten dann längst geplant. Dafür brauche ich doch keine Zeichnung! Denke ich. Ich weiß doch noch, wo im letzten Jahr die Kartoffeln standen … (Oder? Ja, na klar. Da.) Ich weiß auch, wo im Staudenbeet vorn an der Laube ich im Frühjahr noch Sonnenhut pflanzen will. Viel mehr Sonnenhut. Daß wir dringend ein Insektenhotel im Garten brauchen, weiß ich auch. Daß den Himbeeren ein ordentliches Gerüst guttun würde … Projekte, Projekte. Mit Rückblicken halte ich mich gar nicht länger auf. Außer vielleicht in Form von guten Vorsätzen für das neue Gartenjahr, in aller Kürze. Salat zum Beispiel. Salat nur noch im Hochbeet oder in mit Stacheldraht mehrfach gesicherten erhöht aufgestellten, ordentlich bewandeten Kisten. Einfache Blumenkästen sind zu viel flach. Ich meine, die Schnecken können ja gerne ein bißchen was kriegen – aber nicht alles. Dieses Jahr würde ich doch gern auch mal selbst von meinem Pflücksalat und meinem Rucola essen. Oder von den Endivien. (Ja ja, selbst schuld, ich weiß. Wir hatten ja sogar extra so einen kleinen Schneckenzaun ums Beet gespannt, aber das hat die Viecher nicht abgehalten. Im Gegenteil. Die Sache mit dem Kupfer und dem Schrecken ist vielleicht doch nur ein Mythos?) Zweiter Vorsatz: Tomaten häufiger düngen, Blütenendfäule vermeiden. Dritter: Zwischen den Dahlien NICHT wieder mulchen. Auf gar keinen Fall. Rasenschnitt ist für Schnecken die reinste Beschleunigungsspur. Das ist eine Erkenntnis, für die ich im letzen Jahr teuer bezahlt habe, mit abgenagten Blütenköpfen nämlich und mit Pflanzen, die am Ende wieder gar nicht mehr gewachsen sind. Obwohl ich meine Dahlien doch extra vorgezogen hatte, um ihnen einen Vorsprung zu verschaffen. Und in Schneckenringe gesetzt! (War mir sehr unangenehm – habe ich Euch gar nicht erzählt.) Vierter: Immer einen Vorrat geeignete Schraubdeckelgläser vorhalten. Wenn alle Beeren auf einmal reifen, kann man gar nicht schnell genug spülen. Und einkochen.

Das ist doch übersichtlich, oder? Laubenhausmädchens Gartenvorsätze. Der fünfte: Vielleicht kommen wir ja dieses Jahr dazu, die Laube ein bisschen ordentlicher zu halten. Für die olle Eckbank wollte ich doch schon immer mal ein paar schöne Kissen beschaffen. Über die Sache mit dem Jäten und so brauchen wir gar nicht reden …

Jedenfalls kombiniere ich jedes Jahr wieder gern altbewährtes Lieblingsgemüse mit Neuem. Keine Saison also ohne  Erbsen, ohne Bohnen, ein paar Kartoffelpflanzen, Zucchini, Tomaten. Gurken! Was war das für ein Fest im letzten Sommer, die ersten geschmorten Gurken aus eigener Ernte zu essen. Die müssen also ganz unbedingt wieder her! Radieschen, Küchenkräuter … eigentlich ist das doch alles schon wieder viel zu viel dafür, daß unser Gemüsebeet kaum 20 Quadratmeter hat.

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Vogelfütterung {Herzensthema}

Ich geb’s ja zu – ich habe lange gedacht, Vögel füttern, das ist Folklore. Wer einen Garten hat, stellt eben auch ein Futterhaus auf, das gehört doch irgendwie dazu. Zwei Handvoll Körner rein, rasch noch einen Meisenknödel in den Baum gehängt, fertig. Jedenfalls im Winter, wenn es draußen ordentlich kalt ist und Frost oder Schnee verhindern, daß die Tiere in der Natur noch etwas zu fressen finden?

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Spätsommerglück {Laubenhausmädchens Kräutergarten}

War das nicht ein schönes Wochenende? Sonntag. Ein richtiger Sonn-Tag!

Ich habe die Sone jedenfalls genossen. Ausgiebig! Wenn das Thermometer an der Laubentür so beharrlich auf die 30-°C-Marke zustrebt – und das am 25. September! –, fällt es mir doch schwer, mich auch nur in Gedanken damit zu befassen, dass der Garten langsam winterfest gemacht werden muss. Geschweige denn, dass ich ein Werkzeug in die Hand nehme … Winter?? Pah! Die Dahlien geben ihr Bestes, sogar die Petunien in ihren Töpfen blühen noch. Da ist der Winter doch noch ganz weit weg! – Hofft das Laubenhausmädchen und freut sich über ein paar Sonnenstunden, vom Sonntag abgezweigt, im Liegestuhl. (Weil, Nachholbedarf! Absolut.)

Und falls Ihr, wie ich, noch Kräuter im Garten oder auf dem Balkon stehen habt, die nicht verwertet sind – also vielleicht getrocknet, zu Pesto und Pasten verarbeitet oder in der Tomatensauce eingekocht –, hätte ich jetzt noch ein schnelles Rezept für Euch. Ein wirklich sehr schnelles! Rezept kann man es fast nicht nennen, denn es besteht nur aus zwei simplen Zutaten: Rapsöl und frischem Estragon.

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Lieblingsfarbe: Grün {Laubenhausmädchens Kräutergarten}

Im Garten stehen ja nun doch die Zeiten beinahe schon auf Herbst. Die Dahlien blühen, die Große Fetthenne wechselt die Blütenfarbe wie jedes Jahr im Spätsommer, und die Birnen sind sicher auch bald reif*. Sogar die ersten Aufräumarbeiten im Gemüsebeet und um die Stauden herum sind längst geschafft. Und die Sonne? Die tut bei all dem wohl so, als hätte es noch keinen  Sommer gegeben – hat’s ja auch nicht! Werdet Ihr sagen –, und lacht vom Himmel… Schön ist das!

Und allerhöchste Eisenbahn, fürs Grillen am Wochenende noch ein schnelles grünes Rezept mit Euch zu teilen. Denn Kräuter hatten wir in dieser Saison tatsächlich im Überfluß, die sind alle ganz wacker gewachsen und haben sich vom vielen Regen und vom Nassen kaum in die Irre führen lassen. Der Salbei zum Beispiel hat sich in den vergangenen Monaten beinahe zu einem kleinen Bäumchen entwickelt. Dabei haben wir den großen Vorrat an getrockneten Kräutern aus dem letzten Jahr nicht einmal ansatzweise aufgebraucht [klick], und ich weiß im Grunde gar nicht, wohin nun mit dem Nachschub… Frisch ins Glas vielleicht, als Pesto oder Würzpaste? Das müßte doch mit Salbei eigentlich auch gehen, dachte ich.

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Dahlien vorziehen fürs Gartenbeet {Laubenhausmädchens Dahlienliebe}

Von meiner Dahlienliebe habe ich Euch im letzten Jahr schon erzählt: klick

Ein recht regnerischer Sommer war’s, wenn ich mich recht entsinne, aber die Dahlien im großen Staudenbeet vorn an der Laube haben trotzdem bis in den Oktober hinein geblüht. Ich habe ihre Knollen dann lange nicht ausgegraben, weil der Frost zumindest hier bei uns nie wirklich ankam. Es heißt ja – das habe ich zumindest so gelesen –, daß es ruhig erst einmal richtig kalt werden kann, bevor man sich an diese Arbeit macht: oberirdisch das Grün der Pflanzen bodennah zu kappen und dann die Knollen ganz auszugraben, um sie kühl (aber frostfrei) einlagern zu können. – Was übrigens erstaunlich viel Kraft erfordert, ich hab‘ echt nicht schlecht geguckt. Am Anfang der Saison sehen die Dinger so harmlos und verschrumpelt aus…

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Warten auf den Frühling. {Aussaat}

In diesem Jahr ist alles drei Wochen später. Ungefähr. Mindestens! Habt Ihr das auch schon bemerkt? An der Ruhr läßt der Frühling sich jedenfalls noch Zeit. Kalt und grau ist es ganz überwiegend, die Sonne macht sich rar, und wo im letzten Jahr im März längst die Forsythien blühten, sehe ich nichts als kahle Zweige. Kahle Zweige! – In unserem Garten zum Beispiel, der auf den großen Frühjahrsputz immer noch wartet. (Ich hoffe, daß ich bis Ostern wenigstens die Stauden alle noch ausputzen und zurückschneiden kann… Gärtnerurlaub wollte ich diese Woche machen, auf der Terrasse in der Sonne sitzen, und habe mir extra ein paar Tage freigenommen.  Der Wetterbericht ist allerdings auch für die nächsten Tage nicht gerade ermunternd. Dreimal seufz! Regen, Regen, Regen. Sonne nur vereinzelt. Am Samstag vielleicht. Ich sollte einfach nicht mehr darauf hören. Statt dessen: zwei Paar Socken an und ab in die Gummistiefel! Ins Beet.)

Mit der Aussaat war ich in diesem Jahr auch drei Wochen später dran also sonst. Ende Februar, so um den 20. rum, fang‘ ich das in normalen Jahren an, wenn die Tage merklich länger werden, wenn es draußen ausreichend hell und hinterm Fenster schon ein bißchen warm ist. 2016 scheint aber kein normales Jahr zu sein. Neulich erst habe ich die Samen in die Erde gebracht: verschiedene Tomaten (bunte), Gürkchen und Zucchini. An einem sonnigen Sonntag Mitte März war’s, nachmittags auf dem Balkon, und ich dachte: jetzt geht’s los, jetzt kommt der Frühling. – Pustekuchen! Das war ein kurzes Vergnügen. Am Tag drauf erschienen gleich wieder die Wolken. – Reden eigentlich alle Kleingärtner so viel über das Wetter? (Oder bin das nur ich?)

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Neues Jahr. – Neues Gartenglück!

16 °C, Sonnenschein – und das Laubenhausmädchen steht im Beet. Der 6. Februar war’s, der sich vielmehr anfühlte wie ein 6. März oder ein 6. April. So angenehm schien es, das wir nach getaner Arbeit sogar noch auf der Terrasse an der Laube sitzen und ein bißchen die Sonne genießen konnten. So hätte ich das jetzt gern jedes Wochenende: bis endlich ganz und richtig Frühling ist, bis die Erbsen sprießen, die Bohnen keimen und der Salat aus dem Boden kommt.

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