Lieblingsfarbe: Grün {Laubenhausmädchens Kräutergarten}

Im Garten stehen ja nun doch die Zeiten beinahe schon auf Herbst. Die Dahlien blühen, die Große Fetthenne wechselt die Blütenfarbe wie jedes Jahr im Spätsommer, und die Birnen sind sicher auch bald reif*. Sogar die ersten Aufräumarbeiten im Gemüsebeet und um die Stauden herum sind längst geschafft. Und die Sonne? Die tut bei all dem wohl so, als hätte es noch keinen  Sommer gegeben – hat’s ja auch nicht! Werdet Ihr sagen –, und lacht vom Himmel… Schön ist das!

Und allerhöchste Eisenbahn, fürs Grillen am Wochenende noch ein schnelles grünes Rezept mit Euch zu teilen. Denn Kräuter hatten wir in dieser Saison tatsächlich im Überfluß, die sind alle ganz wacker gewachsen und haben sich vom vielen Regen und vom Nassen kaum in die Irre führen lassen. Der Salbei zum Beispiel hat sich in den vergangenen Monaten beinahe zu einem kleinen Bäumchen entwickelt. Dabei haben wir den großen Vorrat an getrockneten Kräutern aus dem letzten Jahr nicht einmal ansatzweise aufgebraucht [klick], und ich weiß im Grunde gar nicht, wohin nun mit dem Nachschub… Frisch ins Glas vielleicht, als Pesto oder Würzpaste? Das müßte doch mit Salbei eigentlich auch gehen, dachte ich.

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Dahlien vorziehen fürs Gartenbeet {Laubenhausmädchens Dahlienliebe}

Von meiner Dahlienliebe habe ich Euch im letzten Jahr schon erzählt: klick

Ein recht regnerischer Sommer war’s, wenn ich mich recht entsinne, aber die Dahlien im großen Staudenbeet vorn an der Laube haben trotzdem bis in den Oktober hinein geblüht. Ich habe ihre Knollen dann lange nicht ausgegraben, weil der Frost zumindest hier bei uns nie wirklich ankam. Es heißt ja – das habe ich zumindest so gelesen –, daß es ruhig erst einmal richtig kalt werden kann, bevor man sich an diese Arbeit macht: oberirdisch das Grün der Pflanzen bodennah zu kappen und dann die Knollen ganz auszugraben, um sie kühl (aber frostfrei) einlagern zu können. – Was übrigens erstaunlich viel Kraft erfordert, ich hab‘ echt nicht schlecht geguckt. Am Anfang der Saison sehen die Dinger so harmlos und verschrumpelt aus…

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Warten auf den Frühling. {Aussaat}

In diesem Jahr ist alles drei Wochen später. Ungefähr. Mindestens! Habt Ihr das auch schon bemerkt? An der Ruhr läßt der Frühling sich jedenfalls noch Zeit. Kalt und grau ist es ganz überwiegend, die Sonne macht sich rar, und wo im letzten Jahr im März längst die Forsythien blühten, sehe ich nichts als kahle Zweige. Kahle Zweige! – In unserem Garten zum Beispiel, der auf den großen Frühjahrsputz immer noch wartet. (Ich hoffe, daß ich bis Ostern wenigstens die Stauden alle noch ausputzen und zurückschneiden kann… Gärtnerurlaub wollte ich diese Woche machen, auf der Terrasse in der Sonne sitzen, und habe mir extra ein paar Tage freigenommen.  Der Wetterbericht ist allerdings auch für die nächsten Tage nicht gerade ermunternd. Dreimal seufz! Regen, Regen, Regen. Sonne nur vereinzelt. Am Samstag vielleicht. Ich sollte einfach nicht mehr darauf hören. Statt dessen: zwei Paar Socken an und ab in die Gummistiefel! Ins Beet.)

Mit der Aussaat war ich in diesem Jahr auch drei Wochen später dran also sonst. Ende Februar, so um den 20. rum, fang‘ ich das in normalen Jahren an, wenn die Tage merklich länger werden, wenn es draußen ausreichend hell und hinterm Fenster schon ein bißchen warm ist. 2016 scheint aber kein normales Jahr zu sein. Neulich erst habe ich die Samen in die Erde gebracht: verschiedene Tomaten (bunte), Gürkchen und Zucchini. An einem sonnigen Sonntag Mitte März war’s, nachmittags auf dem Balkon, und ich dachte: jetzt geht’s los, jetzt kommt der Frühling. – Pustekuchen! Das war ein kurzes Vergnügen. Am Tag drauf erschienen gleich wieder die Wolken. – Reden eigentlich alle Kleingärtner so viel über das Wetter? (Oder bin das nur ich?)

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Neues Jahr. – Neues Gartenglück!

16 °C, Sonnenschein – und das Laubenhausmädchen steht im Beet. Der 6. Februar war’s, der sich vielmehr anfühlte wie ein 6. März oder ein 6. April. So angenehm schien es, das wir nach getaner Arbeit sogar noch auf der Terrasse an der Laube sitzen und ein bißchen die Sonne genießen konnten. So hätte ich das jetzt gern jedes Wochenende: bis endlich ganz und richtig Frühling ist, bis die Erbsen sprießen, die Bohnen keimen und der Salat aus dem Boden kommt.

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Grüne Glückseligkeit. – Sträußchen!

Karneval? Kräuterernte! – Hier hatte ich Euch ja im Frühjahr schon von meinem kleinen Kräutergarten berichtet. So lange hin erschien es mir zu der Zeit noch, bis ich das erste Mal würde ernten können… April war’s wohl und noch recht frisch.

Die Verjüngungskur haben die Pflanzen jedenfalls gut vertragen, und auch das Fahrstuhlwetter der letzten Wochen – heiß oder kalt, sonnig und trocken oder dunkel und total verregnet – scheint ihnen nicht viel auszumachen. (Wie auch immer sie das schaffen, ich kann mich nur noch wundern. Dieser Tage ja schon wieder: ein „stabiles Regenband“ über Nordrhein-Westfalen. Sagt’s doch, wie es ist, liebe Wetterleute: Es hört erst gar nicht auf zu regnen! – Kleingärtners Nerven liegen blank.)

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Laubenhausmädchens Lieblingsblumen. {Nach den Eisheiligen im Staudenbeet}

Ganz klar, kein Sommer ohne Dahlien.

Seit wir den Garten haben, kriegen meine Lieblingsblumen jedes Jahr ihren Platz in dem großen Staudenbeet vorn an der Terrasse. Wenn sie so üppig blühen – für mich gibt’s fast nichts lohnenderes. Jedes Jahr versuche ich, die Auswahl ein bißchen zu variieren, einfache Gartendahlien, gefüllt blühende, Seerosendahlien, Dekorativdahlien, Pompondahlien… Es gibt so viele Sorten, und ich finde sie alle schön.

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Wir sagen Erbsen, ihr sagt Bohnen. {Nach den Eisheiligen im Gemüsebeet}

Pankratz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz. – Bitte sehr, bitte gern. Wenn’s nach mir geht! Die alten Bauernregeln haben doch ihren Charme. Dieser Tage scheint es mir zwar ein bißchen so, als hätten die drei Herren sich dauerhaft eingerichtet und würden gar nicht mehr gehen wollen, so schön finden sie’s bei uns. Eiseskälte, Regen… Egal! Muß ich wenigstens nicht gießen.

Und wie das Wetter auch wird, Mitte Mai – nach den Eisheiligen! – ist immer eine gute Zeit. Für Schrebergärtner allemal: heißersehnt der Tag, an dem ich endlich die Bohnen legen kann. Grüne Bohnen esse ich für mein Leben gern. Erstens. Und zweitens kommt mit den Bohnen tatsächlich jedes Jahr wieder das Glück (oder die Hoffnung, siehe oben), daß die kühle Jahreszeit endlich, endlich vorüber ist.

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Pflanztag – im Gemüsebeet

Wir haben gepflanzt! Und gesät! Das Gemüsebeet ist bestellt, zur einen Hälfte jedenfalls. Und in dem kleinen Hochbeet, zwischen Himbeeren und Berberitze, schlummern endlich die Kartoffeln.

Im April ist ja immer viel zu tun – zum ersten Mal im Jahr wird wieder der Rasen gemäht, zwischen den Stauden wird aufgeräumt, in den Beeten das gerade gewachsene Unkraut herausgerissen (ich zupfe nicht, ich rupfe) und Neues gepflanzt… Und im Gemüsebeet: wird ausgesät!

Da wir bei uns im Garten keinen Frühbeetkasten oder Folientunnel oder etwas ähnliches haben,  warten wir mit dem Säen immer ein paar Tage länger. Eine Geduldsprobe meist – aber das Warten lohnt sich! Vor allem, wenn dann so sonnige Tage kommen wie zuletzt. Und ich meine, 20 Quadratmeter Beetfläche nach dem Winter wieder fit zu machen, ist ja auch eine Aufgabe… Und keine kleine! Wir hatten im Herbst schon den Spaten geschwungen und gekalkt, weil der Boden wohl zu sauer war, und nun mußte also noch einmal umgegraben werden – diesmal etwas weniger grobschollig –, um die Erde wieder aufzulockern. Als kleine Düngegabe vor dem Säen haben wir dann noch frische Komposterde untergeharkt – „eingewieselt“ mit dem Gartenwiesel. (Das beste Werkzeug überhaupt für derlei Arbeit. Drei Räder, die fast von selbst laufen, wenn man sie nur ein bißchen anschiebt, und noch die größten Erdklumpen in kleine, feine Krümel zerkleinern.)

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