Grüne Glückseligkeit. – Sträußchen!

Karneval? Kräuterernte! – Hier hatte ich Euch ja im Frühjahr schon von meinem kleinen Kräutergarten berichtet. So lange hin erschien es mir zu der Zeit noch, bis ich das erste Mal würde ernten können… April war’s wohl und noch recht frisch.

Die Verjüngungskur haben die Pflanzen jedenfalls gut vertragen, und auch das Fahrstuhlwetter der letzten Wochen – heiß oder kalt, sonnig und trocken oder dunkel und total verregnet – scheint ihnen nicht viel auszumachen. (Wie auch immer sie das schaffen, ich kann mich nur noch wundern. Dieser Tage ja schon wieder: ein „stabiles Regenband“ über Nordrhein-Westfalen. Sagt’s doch, wie es ist, liebe Wetterleute: Es hört erst gar nicht auf zu regnen! – Kleingärtners Nerven liegen blank.)

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Laubenhausmädchens Lieblingsblumen. {Nach den Eisheiligen im Staudenbeet}

Ganz klar, kein Sommer ohne Dahlien.

Seit wir den Garten haben, kriegen meine Lieblingsblumen jedes Jahr ihren Platz in dem großen Staudenbeet vorn an der Terrasse. Wenn sie so üppig blühen – für mich gibt’s fast nichts lohnenderes. Jedes Jahr versuche ich, die Auswahl ein bißchen zu variieren, einfache Gartendahlien, gefüllt blühende, Seerosendahlien, Dekorativdahlien, Pompondahlien… Es gibt so viele Sorten, und ich finde sie alle schön.

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Wir sagen Erbsen, ihr sagt Bohnen. {Nach den Eisheiligen im Gemüsebeet}

Pankratz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz. – Bitte sehr, bitte gern. Wenn’s nach mir geht! Die alten Bauernregeln haben doch ihren Charme. Dieser Tage scheint es mir zwar ein bißchen so, als hätten die drei Herren sich dauerhaft eingerichtet und würden gar nicht mehr gehen wollen, so schön finden sie’s bei uns. Eiseskälte, Regen… Egal! Muß ich wenigstens nicht gießen.

Und wie das Wetter auch wird, Mitte Mai – nach den Eisheiligen! – ist immer eine gute Zeit. Für Schrebergärtner allemal: heißersehnt der Tag, an dem ich endlich die Bohnen legen kann. Grüne Bohnen esse ich für mein Leben gern. Erstens. Und zweitens kommt mit den Bohnen tatsächlich jedes Jahr wieder das Glück (oder die Hoffnung, siehe oben), daß die kühle Jahreszeit endlich, endlich vorüber ist.

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Pflanztag – im Gemüsebeet

Wir haben gepflanzt! Und gesät! Das Gemüsebeet ist bestellt, zur einen Hälfte jedenfalls. Und in dem kleinen Hochbeet, zwischen Himbeeren und Berberitze, schlummern endlich die Kartoffeln.

Im April ist ja immer viel zu tun – zum ersten Mal im Jahr wird wieder der Rasen gemäht, zwischen den Stauden wird aufgeräumt, in den Beeten das gerade gewachsene Unkraut herausgerissen (ich zupfe nicht, ich rupfe) und Neues gepflanzt… Und im Gemüsebeet: wird ausgesät!

Da wir bei uns im Garten keinen Frühbeetkasten oder Folientunnel oder etwas ähnliches haben,  warten wir mit dem Säen immer ein paar Tage länger. Eine Geduldsprobe meist – aber das Warten lohnt sich! Vor allem, wenn dann so sonnige Tage kommen wie zuletzt. Und ich meine, 20 Quadratmeter Beetfläche nach dem Winter wieder fit zu machen, ist ja auch eine Aufgabe… Und keine kleine! Wir hatten im Herbst schon den Spaten geschwungen und gekalkt, weil der Boden wohl zu sauer war, und nun mußte also noch einmal umgegraben werden – diesmal etwas weniger grobschollig –, um die Erde wieder aufzulockern. Als kleine Düngegabe vor dem Säen haben wir dann noch frische Komposterde untergeharkt – „eingewieselt“ mit dem Gartenwiesel. (Das beste Werkzeug überhaupt für derlei Arbeit. Drei Räder, die fast von selbst laufen, wenn man sie nur ein bißchen anschiebt, und noch die größten Erdklumpen in kleine, feine Krümel zerkleinern.)

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Frühling hinterm Fenster

Darauf freue ich mich seit Wochen. Die erste Aussaat, das heißt für mich, der Frühling ist da – und der Sommer kann kommen. Wenn es draußen auch noch viel zu kalt ist und regnet und die Sonne sich kaum sehen läßt, das halte ich nun auch noch aus… Meine Gartenzeit beginnt jetzt, hinterm Südfenster am Balkon, wo ich jedes Jahr wieder die Aussaatschalen hinstelle. Tomaten, Tomatillo, Paprika und Auberginen ziehe ich selbst vor.

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