Frühlingsgrüne Lauch-Fenchel-Suppe

Kennt Ihr das auch? Da sitzt man mittags mit den KollegInnen in der Pause zusammen, isst und unterhält sich – worüber denn auch sonst? – übers Essen. Natürlich! Guckt seinen Tischnachbarn auf die Teller, sagt „oh, das sieht aber auch sehr lecker aus, was du da hast!“, und am Ende tauscht man vielleicht sogar Rezepttipps aus. Bei uns in der Abteilung ist genau das bald tägliches Geschäft, mir scheint, ich arbeite mit lauter Schlemmern zusammen …

Bei einer dieser Gelegenheiten bin ich schon vor einer ganzen Weile mal an das Rezept für die frühlingsgrüne Lauch-Fenchel-Suppe gekommen. Eigentlich war’s mehr eine Idee von einem Rezept als eine genaue Angabe von Mengen, Zutaten und Abläufen, nach dem Motto, nimmste Lauch, nimmste Fenchel, dünstest beides ’n bisschen an, gießt es mit Brühe auf, läßt das Gemüse weich kochen und pürierst es einmal gründlich mit dem Mixstab. Vielleicht noch’n Schuß Sahne dazu, fertig.

Solche Anweisungen sind ganz nach meinem Geschmack. Kann man sich dran halten – muss man aber nicht, und das ist ja gerade das Schöne daran. „Meine“ Variante dieses Suppenrezeptes beginnt zum Beispiel mit frisch im Mörser zerstoßenen und in etwas Öl (oder Butter) zerstoßenen Fenchelsamen als natürlicher Geschmacksverstärker. Bis ich auf diese Idee gekommen war, hatte ich die Lauch-Fenchel-Suppe aber auch schon zwei, dreimal zubereitet. Manche Dinge brauchen eben einfach ein bisschen länger …

Frisch geerntet schmeckt am besten

Aber von vorn. Ihr braucht also für eine großzügige Portion Suppe je nach Größe 2–3 Fenchelknollen und etwa ebenso viele Stangen Lauch. Menge und Verhältnis lassen sich ganz nach Geschmack variieren. Dann: gemörserte Fenchelsamen, etwas Fett (Olivenöl oder Butter), Wasser, Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, eventuell ein Schuß Sahne.

Die Lauch-Fenchel-Suppe ist wirklich super schnell und einfach gemacht.

1. Gemüse putzen und in größere Stücke teilen.

2. In einem geeigneten Topf das Fett erhitzen, die Fenchelsamen darin anrösten. Das Gemüse zufügen und ein wenig bräunen, dabei immer wieder umrühren. Am Duft erfreuen.

3. Mit Wasser auffüllen, bis das Gemüse bedeckt ist, Brühe zufügen. Weichkochen lassen.

4. Pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Nach Geschmack einen Schluck Sahne unterrühren. Muß nicht, schmeckt aber gut!

5. Servieren. Wer mag, garniert mit etwas grob gehobeltem Parmesan oder gebratenen Speckwürfeln. Ein Stück Brot zum Stippen dazu, alles klar. Perfekt!

Probiert’s aus, schmeckt wirklich gut. So’n erntefrischer Lauch kann echt einiges, ob Ihr’s glaubt oder nicht. Ich gebe ja zu, daß ich die kleinen Stänglein letztes Jahr im Spätsommer eigentlich nur deshalb gepflanzt habe, weil ich noch einen Lückenfüller im Beet brauchte. Zu meinen Lieblingsgemüsen gehörte das Zwiebelgewächs zu dem Zeitpunkt noch nicht. Das hat sich nach der ersten eigenen Ernte direkt mal geändert. Daß Lauch (oder sagt Ihr Porree?) so fein und aromatisch schmecken kann, hat mich echt überrascht!

Und dabei sind die Pflanzen im Garten doch recht pflegeleicht, als ich sie gesetzt habe, kam nur eine Handvoll Dünger mit in die Pflanzlöcher. Die Erde sollte laut Pflanzanleitung angeschwämmt, aber nicht fest angedrückt werden, es brauchte also eine ordentliche Wasserzufuhr. Von da an habe ich die Stangen dann bis in den Spätherbst hinein regelmäßig angehäufelt, damit der helle Teil, der später in der Küche verwendet wird, möglichst lang geriet. Im Februar war ich überzeugt, daß sie den Winter nicht überlebt hätten, weil die äußeren Blätter doch recht lätschig und braun aussahen. Da hatte ich mich aber glücklicherweise geirrt! Die letzten Stangen haben wir kürzlich erst geerntet und, da wir sie nicht direkt für ein Essen brauchten, nur kurz blanchiert und eingefroren. Das geht nämlich auch sehr gut. Mein Fazit lautet: Lauch wird in Laubenhausmädchens Garten 2019 auf jeden Fall wieder angebaut!

 

Saisonstart und Streuselkuchen {Rezeptesammlung}

Frühling im Februar! Leute, ich war im Garten. Nicht bloß mal eben so, gucken, wie’s ist und nach einem kurzen Rundgang schnell zurück nach Hause, weil kalt und blöd und ungemütlich draußen. Nein, so richtig! Zwei Nachmittage lang. Mit Spaten in der Hand und Gummistiefeln an den Füßen, mit Zwiebelblumen zählen und Sonnenpause auf der Bank vor der Laube.

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Zucchini-Ananas-Kuchen ohne Ananas {Rezeptesammlung}

Kommt, wir stemmen uns gemeinsam gegen die Zucchini-Flut! Das kühlt ganz sicher auch ein bißchen ab. Öhm, naja. – Ich gebe zu, bei Temperaturen von über 30 Grad jeden Tag mag es erstmal kontraproduktiv erscheinen, in der Küche extra den Ofen anzuschmeißen. Andererseits: Darauf kommt’s dann auch nicht mehr an, oder? Is‘ eh so heiß. Und Kuchen backen kann man auch morgens früh, wenn’s noch erträglich ist. (Dann hat man auch gleich was fürs Picknick im nächsten Baumschatten am Sonntag nachmittag!)

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Feierabend im Garten

Sind diese Sommerabende nicht herrlich? Es ist warm, die Sonne scheint noch lange und nach der Arbeit bleibt Zeit, in den Garten zu fahren. Erst auf der Terrasse zu sitzen und die Schmetterlinge im Lavendel zu beobachten, dann eine große Runde zu drehen und alle, alle Blüten zu zählen. Den Tomaten beim Wachsen zuzugucken. Die Gießkanne zu schwingen und dabei einfach mal durchzuatmen. Iiinschnuufe und Uusschnuufe. Sagt meine liebe Kollegin immer. Und sie hat recht! (Unumstößliche Regel, ehrlich wahr.)

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Home Is Where My Laube Is. Und obendrein: Rhabarber!

Neuer Glanz in alter Hütte! – Habt Ihr’s bemerkt? Das Laubenhausmädchen ist umgezogen! Sehr wohl. Das hätte ich selbst noch am allerwenigsten erwartet, als ich mich vor eine ganzen Weile fragte, was das vierte Blogjahr denn so bringen würde. März war’s, saukalt draußen und der Garten im Vergleich zu jetzt ganz kahl. Noch gar nicht so lange her, sagt Ihr? Mir erscheint das wie eine kleine Ewigkeit!  Und so ein Umzug? Ganz schön aufregend, sag‘ ich Euch. Aufwendig! Ich meine, auch die virtuellen Kartons wollen ja sinnvoll gepackt werden. Und korrekt wieder ausgeräumt … Das kann ich verraten, Tapezieren war noch das einfachste! (Erkennt Ihr’s wieder?) Und ohne die unschätzbar große Hilfe vom Freund wäre ich ja ohnehin völlig aufgeschmissen gewesen. Immerhin einer, der die Nerven behalten hat! Und der sich mit der Technik auskennt. (Großartig!) Irgendwie hab‘ ich das ja auch alles ziemlich spontan entschieden. Und dann halt einfach mal gemacht (aus Gründen)! Tadaa …

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Ich gehe in meinen Garten und ernte – Kapuzinerkresse {#ausmeinemgarten}

Liebe Leute, die Ernteparty ist immer noch im Gange! Laubenhausmädchens erste Blogparade läuft, und ich lade Euch alle herzlich ein, weiterhin ordentlich mitzumachen. Ihr habt ’n Garten oder baut auf dem Balkon oder auf der Terrasse allerlei Erntebares an? Auf der Fensterbank stehen die Kräutertöpfchen? Ihr kennt jemanden, der jemanden kennt, der einen Schrebergarten hat? Gilt alles! Haut Eure liebsten Rezepte raus, wir legen ein gemeinsames virtuelles Kochbuch an, unter dem Hashtag #ausmeinemgarten. Wer keinen Blog hat, schreibt gern in die Kommentare. Alle anderen – und ich hoffe sehr, wir werden immer noch mehr! – schicken mir einfach einen Link zu ihrem Beitrag per E-Mail und ich sammele alle Rezepte hier. So entsteht dann hoffentlich im Laufe der kommenden Wochen und Monate eine lange, lange Liste – zehn (!!) wunderbare Rezepte sinds schon Stand heute. Das freut mich wirklich so sehr! Aber die Parade soll mit dem Ende der Erntezeit erst schließen, Ihr habt also noch Zeit bis zum Grünkohl. In diesem Post und in meiner Sidebar findet Ihr ein Bild (ein sehr sommerliches, zugegebenermaßen, vielleicht tausche ich es bald auch noch mal aus), das Ihr gerne auch in Euren Blogposts verwenden könnt. 

Wächst bei Euch im Garten Kapuzinerkresse? Ja? Dann los! Ran an die Blätter, bevor der Regen gar zu arg wird und sich die Ernte nicht mehr lohnt. In der Tat, wir haben’s hier schon wieder sehr naß von oben. Perfektes Gartenwetter! Nicht. Ich habe da nämlich ein Rezept für Euch. Grün wird’s damit, richtig grün. Und sehr, sehr lecker! Geht auch fix zu machen, das Pesto mit Kapuzinerkresse. In Laubenhausmädchens Garten wächst die schöne Pflanze nämlich wie Unkraut, was zum einen daran liegt, daß ich sie in jedem Frühjahr aus lauter Liebe neu aussäe, und zum anderen daran, daß sie sich selbst wie wild vermehrt und zuverlässig an den unmöglichsten Stellen zum Vorschein kommt. Und ich steh‘ dann davor und frage mich, war ich das? Nicht immer lautet die Antwort ja. Aber das macht mir nichts. Ich mag Kapuzinerkresse! – Irgendwo habe ich sogar mal gelesen, daß die Pflanze von Schnecken nicht gemocht wird und man sie sogar als blühende Schneckenbremse einsetzen kann. Das funktioniert nur bedingt, kann ich verraten. Ich habe das mehrfach ausprobiert, und irgendwie gehen sie doch dran (die blöden Viecher). Keine Ahnung …

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Vier Äpfel und ein großer Pfannkuchen {Mit Rezept}

Hallo? Seid Ihr noch da? – Das Laubenhausmädchen meldet sich Zu langsam, regnet schon wieder! aus der kurzen SommerRegenpause zurück! Und lädt aus diesem Anlaß sehr gern zu einer Runde Apfelpfannkuchen ein. Denn was eigent sich für so eine Köstlichkeit besser als die ersten noch ordentlich frischen, sauren Äpfel, die der August schon immer in petto hat? Ich finde, eigentlich fast nichts. Wenn überhaupt! Dann so.

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