Saisonstart und Streuselkuchen {Rezeptesammlung}

Frühling im Februar! Leute, ich war im Garten. Nicht bloß mal eben so, gucken, wie’s ist und nach einem kurzen Rundgang schnell zurück nach Hause, weil kalt und blöd und ungemütlich draußen. Nein, so richtig! Zwei Nachmittage lang. Mit Spaten in der Hand und Gummistiefeln an den Füßen, mit Zwiebelblumen zählen und Sonnenpause auf der Bank vor der Laube.

Was war das für ein schönes Wochenende! Ich bin sehr froh, daß ich’s genießen konnte und Zeit hatte, im Garten zu sein. Irgendwie bin ich doch ein Draußenmensch, das fällt mir an solchen Tagen immer besonders auf – wenn ich das Gefühl habe, aus dem Winterschlaf zu erwachen. Warum sollte es der Gärtnerin denn anders gehen als den Pflanzen in ihrem Garten? Sonnenschein in Kombination mit zweistelligen Temperaturen weckt einfach sämtliche Lebensgeister! Und diese Frühlingsgeschichte ist doch jedes Jahr wieder faszinierend, findet Ihr nicht?

Wir haben aber auch schon ordentlich was geschafft an diesen zwei Nachmittagen, wie ich finde. Einen Teil des Randstreifens zu den Nachbarn an der Nordseite hin, der völlig mit Rasenwildwuchs überwuchert ist, haben wir wieder freigelegt. Ich wollte schon im letzten Jahr dort wieder ein ordentliches Beet anlegen, um anstelle des Wildwuchses etwas Blühendes zu pflanzen oder auszusäen, eine Wildblumenmischung vielleicht oder vielleicht erstmal auch nur Gründünger, und später dann was Dauerhaftes. (Mal gucken.)

Projekt Nummer zwei, das wir in Angriff genommen haben: eine kleine Vogelschutzhecke aus getrocknetem Totholz, Baum- und Heckenschnitt. Viel Platz haben wir dafür leider nicht, aber ich hoffe, daß sie trotzdem ihren Zweck erfüllt und ein Vogelpärchen sich ein Nest darin baut oder Insekten Unterschlupf finden. Ich war selbst überrascht, wie einfach es ist, so etwas aufzubauen! Im Grunde braucht Ihr nicht mehr als ein paar Holzstäbe oder schmalere Pfähle, mit denen Ihr eine kleine oder größere, je nach Platzangebot mehr oder weniger breite Fläche absteckt. Und zwischen diesen Stäben stapelt Ihr dann das Totholzmaterial auf, das Ihr zur Verfügung habt. Wann immer die Konstruktion sich ein wenig gesetzt hat oder sich die Schneidabfälle häufen, kann nachgelegt werden. Und so weiter und so fort …

Ach ja, und ausgesät habe ich dieses Wochenende auch! Das war vielleicht ein bißchen voreilig, man weiß ja nie, wie das Wetter noch so wird im März. Aber das Hochbeet lag so einladend da und die Sonne schien so schön, da konnte ich nicht anders und hab’s mit Radieschen, Wurzelpetersilie und Möhren versucht. Wenn’s was wird, wird’s was, und wenn nicht, dann nicht. Versuch macht kluch! (Wie meine Oma immer sagte.)

Zur Belohnung gab’s für jeden ein Stück Streuselkuchen auf die Hand. Das ist liebgewonnene Tradition geworden: Am ersten richtigen Gartenwochenende des Jahres gibt’s Streuselkuchen. Da so früh das Wasser auf der Anlage meist noch nicht wieder angestellt ist und wir in der Hütte keinen Strom haben, begehen wir den Anlass recht unzeremoniell. Warum sollte ich das Kaffeegeschirr aus dem Schrank kramen, wenn ich’s nachher gar nicht abwaschen kann?

Saisoneröffnungsstreuselkuchen

Der Kuchen ist dafür so blitzschnell gemacht – und so unglaublich lecker! Das Rezept teile ich hier gerne mit Euch (Streuselkuchenrezepte kann man schließlich nie genug im Repertoire haben, wenn Ihr mich fragt).

Für ein Blech braucht Ihr 4 Eier, 150 gr Zucker, 200 gr Mehl und 1 Päckchen Backpulver.

Für den Belag außerdem 400 gr Mehl, 200 gr Zucker, 250 gr Butter, 1 Päckchen Vanillezucker; dazu nach Geschmack und Vorliebe 200 ml Sahne und etwas Puderzucker.

Backzeit 20–25 Minuten im auf 180 °C vorgeheizten Backofen.

Und so geht’s:

1. In einer großen Schüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts die Eier schaumig rühren. Den Zucker nach und nach einrieseln lassen und mit der Eimasse verquirlen. Mehl und Backpulver unterheben.

2. Den Teig auf ein gefettetes oder mit Backpulver ausgelegtes Backblech streichen.

3. Für die Streusel in einer weiteren Schüssel die angegebenen Zutaten mit den Händen oder dem Teigschneider verkneten. Auf dem Kuchenteig verteilen und nach Anweisung backen. (Siehe oben.)

4. Wer mag, verteilt am Ende der Backzeit die Sahne auf dem noch heißen Kuchen und streut zum Schluß etwas Puderzucker auf den Butterstreuseln. (Der Kuchen bleibt auch ohne diese Sonderbehandlung einige Tage saftig und frisch.)

Das könnte ich zur Gartensaison ehrlich gesagt jeden Sonntag essen!

Zucchini-Ananas-Kuchen ohne Ananas {Rezeptesammlung}

Kommt, wir stemmen uns gemeinsam gegen die Zucchini-Flut! Das kühlt ganz sicher auch ein bißchen ab. Öhm, naja. – Ich gebe zu, bei Temperaturen von über 30 Grad jeden Tag mag es erstmal kontraproduktiv erscheinen, in der Küche extra den Ofen anzuschmeißen. Andererseits: Darauf kommt’s dann auch nicht mehr an, oder? Is‘ eh so heiß. Und Kuchen backen kann man auch morgens früh, wenn’s noch erträglich ist. (Dann hat man auch gleich was fürs Picknick im nächsten Baumschatten am Sonntag nachmittag!)

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Sandwich is for Summer {Rezeptesammlung}

Ihr könnt’s Euch sicher denken: Im Moment versuche ich, jede freie Minute im Garten zu verbringen. Und wie froh ich bin, daß die Tage noch lang sind! Abends bleibt es hell und ich kann auch nach Büroschluß noch ein Weilchen im Garten sein. Vielleicht zwischen den Blumen an der Terrasse noch die Harke schwingen oder die Gurken aufleiten oder für die Tomatenpflanzen, die so unglaublich groß geworden sind, Schnüre bis unter die Decke des Tomatenhauses binden, damit sie sich daran weiter festhalten können. Bei der Wärme: sowieso gießen. Oder in Ruhe auf der Bank sitzen, den Duft vom Lavendel genießen und einfach mal eine Viertelstunde innehalten. Deshalb mag ich den Sommer so. – Die Wärme, der Himmel (das Blau!) … Wenn ich im Garten sein kann, fühlt sich das manchmal an wie Sommerferien früher.

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Mushroom Melt – Frühlingsedition {Rezeptesammlung}

KÄÄ-SE!! Wie das Krümelmonster „Kekse!“ brüllt, so schreie ich: „Käse!“ Und gerade noch rechtzeitig hat’s mich daran erinnert: Wir haben ja schon wieder April. Bald vorbei! – Nicht, daß ich das nicht mitbekommen hätte. Nach März kommt April, soweit nichts ungewöhnliches. Aber dann war doch auch längst National Grilled Cheese Day! Wie konnte ich den bloß verpassen? Ich weiß auch nicht. Irgendwas ist doch immer … Die Sorge um das kalte Wetter zur Zeit und die Frostnächte und die Obstblüte im Garten zum Beispiel. Das hat für Erfrierungen gesorgt. Die Beerensträucher halten sich nach wie vor tapfer, aber die Birne und die beiden Kirschen, die hat’s wohl getroffen. Ausgerechnet! (Großer Mist. Ich bin nur froh, daß das vorgezogene Gemüse noch drinnen steht. Mit dem Auspflanzen warte ich lieber noch bis zum Wochenende. Soll ja besser werden?)

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Das Eichhörnchen-Problem {Rezeptesammlung}

Ich bin eigentlich kein Sammler. Ich hebe viele Dinge auf, ja. Eintrittskarten, Postkarten, Bordkarten, Kalender … persönliche Erinnerungen. Aber sammeln? Nein, oft  schmeiße ich solche Sachen auch weg, hab‘ ich ja alles im Kopf, denke ich dann. Dafür brauche ich keinen Beweis! Was ich allerdings horde wie ein Eichhörnchen? Kochrezepte. Eindeutig: Kochrezepte.

Für mich sind Rezepte Erinnerungen. Erinnerungen an Urlaube, an Orte, Länder oder Leute, an Abende mit Freunden, Kochaktionen in meiner alten WG, an Momente. Jahreszeiten, Gerüche. Und wie einfach das ja heute ist, Rezepte zu sammeln! (Jetzt klinge ich wie meine Oma.) Ein Klick, und zack: oh schön, gespeichert bei Facebook. Das sieht aber richtig lecker aus, im Browser ein Lesezeichen gesetzt, bei Instagram geherzt, das will ich aber auch mal ausprobieren! Ausgedruckt, abgeheftet, für später gemerkt, wenn ich mal Zeit habe. Früher hatte ich für diese Zwecke ein eigenes Heft (– wo wir von Souvenirs sprechen: in Frankreich gekauft vom Urlaubstaschengeld, da war ich vielleicht 16 0der 17, und ich denke heute noch dran, wenn ich dieses Heft in die Hand  nehme. Das habe ich tatsächlich seit über 20 Jahren aufgehoben! Die ersten Rezepte meiner Sammlung hatte ich dafür vorgesehen, sie fern von zu Hause nachkochen zu können, als ich zum Studium auszog. Sehr oft habe ich in der ersten Zeit dann doch in der Mensa gegessen, aber ich war immerhin vorbereitet!), in das ich Ausrisse aus Zeitschriften und von Verpackungen geklebt oder Rezepte abgeschrieben habe. (Absolutes Highlight: die Schaumkußtorte. Oder auch die Rückseite des Couscous-Kartons. Wie ging das noch mal? Das waren eben die kleinen Herausforderungen.) Heute nutze ich regelmäßig mein Telefon als Speicher und leiste mir gelegentlich ein Kochbuch, wenn ich ganz und gar nicht widerstehen kann. Kochbücher lasse ich mir auch gerne schenken … Aus dem Literatur-und-Küche-Kalender, der jedes Jahr im Arche Kalender Verlag erscheint und der traditionell bei uns in der Küche hängt, habe ich inzwischen so viele Kalenderblätter herausgerissen und aufgehoben, daß man daraus ganz sicher problemlos mindestens zwei neue Jahreskalender zusammenstellen könnte. Und so weiter und so fort.

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