Vier Äpfel und ein großer Pfannkuchen {Mit Rezept}

Hallo? Seid Ihr noch da? – Das Laubenhausmädchen meldet sich Zu langsam, regnet schon wieder! aus der kurzen SommerRegenpause zurück! Und lädt aus diesem Anlaß sehr gern zu einer Runde Apfelpfannkuchen ein. Denn was eigent sich für so eine Köstlichkeit besser als die ersten noch ordentlich frischen, sauren Äpfel, die der August schon immer in petto hat? Ich finde, eigentlich fast nichts. Wenn überhaupt! Dann so.

Das zweitbeste an dieser wirklich sehr einfachen Zubereitung? Der Teig wird im Ofen gebacken, das Hantieren mit Fett und Pfanne entfällt also schon mal. Pluspunkt 1, denn das liegt mir eh nicht so (weshalb wir normalerweise ungefähr nie Pfannkuchen essen, fällt mir jetzt auf). Umso besser gefiel mir die Idee, die Sache mit dem gebackenen Pfannkuchen einfach mal zu testen. Der ja dann strenggenommen gar kein Pfannkuchen ist? – Hmm. Wurscht! Pluspunkt 2, gutes Stichwort, das Rezept ist auf diese Weise natürlich extrem wandelbar, denn der Grundtteig lässt sich ja auch herzhaft gestalten, vielleicht mit ein paar Gartenkräutern, die man vor dem Backen unterheben kann, und ist dann bereit für jede Art von „salzigem“ Belag. Das probieren wir später! Jetzt wird es erstmal süß. Mit:

250 gr Mehl, 500 ml Milch, 3 Eiern, 1 Beutelchen Vanillezucker, 1 Prise Salz und 1 Messerspitze Backpulver oder Natron für den Teig. Klassischer Pfannkuchenteig! (Statt Backpulver kann zum Auflockern der Teigmasse auch ein großer Schluck Sprudelwasser genommen werden – das hatte ich aber gerade nicht da und wollte am Sonntag morgen nicht extra zur Bude laufen.)

Alle Zutaten in einer großen Schüssel mit dem Schneebesen zu einem flüssigen Teig verschlagen und die Schüssel beiseite stellen. Während die Teigmasse rastet, kann der Ofen vorgeheizt werden: 200 °C, bitte. Das Backblech soll laut Rezept* mit aufheizen. Legt es dazu mit Backpapier aus und tropft auf das Papier noch hier und da ein wenig Speiseöl. (Ich habe Sonnenblumenöl verwendet.)

Sobald der Ofen auf Temperatur ist, wird der Pfannkuchenteig aufs Blech gegossen. Die Menge reicht im Grunde bald für zwei Pfannkuchen, habe ich festgestellt, denn unser Apfelpfannkuchen war schon recht massiv, muß man sagen. Also: auch echt lecker! Aber reichhaltig. Die Backzeit würde dann natürlich variieren – normalerweise so 15 bis 20 Minuten.

Während der Teig schon im Ofen ist, noch schnell die geputzen und entkernten Äpfel – je nach Größe drei bis vier, würde ich sagen – in dünne Spalten schneiden und diese dann auf dem kurze Zeit vorgebackenen Pfannkuchen verteilen. Mitbacken, bis die Spalten leicht mürbe werden und hier und da bereits Fruchtsaft austritt. Aus dem Ofen nehmen und nach Geschmack mit Zimtzucker bestreuen. Vielleicht mit Vanilleeis servieren? (Wenn nicht gerade Sonntag ist und Frühstückszeit.) Echt richtig lecker!

Die wunderbaren Äpfel kamen mir am Wochenende ganz zufällig über den Weg. Der Freund und ich waren in Duisburg und halfen bei einem Umzug aus. Und wie’s so ist – dort, wo die Freunde, deren Bücherkisten wir auspackten (nur auspackten, nicht schleppten!), vorher wohnten, gibt es einen großen Hinterhof. Anemonen wachsen da in rauhen Mengen, Spielgeräte für die Kinder des Viertels, und Apfelbäume. Darf man sich bedienen, wurde gesagt, nimm doch mit! Das ließ ich mir nicht zweimal sagen und pflückte ein paar Früchte. Nur die rotesten, versteht sich. So gerieten wir also an unser Sonntagsglück: völlig unverhofft. (Und hatten auch nur einen kleinen Muskelkater. Im Grunde nicht erst der Rede wert!)

Der eigene Garten lag derweil einige Wochen fast ganz brach. Im Grunde den gesamten August hindurch.  Entweder hatte ich anderes vor (Termine, Termine!) oder das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Einen gewaltigen Strich sogar … In Form von Regen, Regen, Regen. Und Regen. Schnecken! Unglaublich viele Schnecken, die alles annagen mußten, was nicht niet- und nagelfest war. Sogar das Kulturschutznetz auf dem Rosenkohl – der arme: Macht echt was mit! Grmpft. Und keine Gelegenheit für Hängemattenzeit! (Ist das nicht überhaupt die größte Frechheit?)

Jetzt haben wir bald September und die ersten spätsommerlichen Aufräumarbeiten in den Beeten stehen an. Das mag ich wirklich nicht glauben! Aber gestern habe ich nach Feierabend tatsächlich die letzten Gurken geerntet. Zwei kleine Hokkaido-Kürbisse konnte ich am Wochenende auch mitnehmen. Und: unglaublich viele Tomaten. Alle auf einmal reif! Klar. Fünf Kilo (5!) haben wir zu Tomatensauce verarbeitet und eingekocht. Die Sommerverlängerung aus dem Glas ist also für längere Zeit gesichert – das wird ein Fest! –, und die Rezeptideen gehen mir so bald auch nicht aus. Bleibt also dran! Das würde mich sehr freuen.

 

*Idee und Grundrezept bekam ich übrigens hier.

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