Köstliche Winterquiche mit Lauch und Grünkohl aus dem Garten

Daß Lauch zu meinen Lieblingsgemüsen zählt, seit ich das erste Mal die eigene Ernte probieren konnte, davon habe ich Euch glaube ich im letzten Jahr schon mal berichtet vorgeschwärmt, oder? So aromatisch, mild-scharf und frisch – da kann jeder gekaufte Lauch aus dem Supermarkt gleich dreimal einpacken. [Für Anbautips und ein köstliches Suppenrezept bitte hier klicken.]

So war’s also diesmal wirklich kein Zufall, daß ich im Sommer ein paar Mini-Stänglein Lauch ins Gemüsebeet geholt habe. (Das gebe ich gern zu: Mit dem Vorziehen von Zwiebelgewächsen habe ich bislang nicht viel Glück gehabt, die ersten Versuche galten der Winterheckenzwiebel, die auch als „ewige Zwiebel“ bekannt ist und deren Grün sehr köstlich schmeckt – die Sämlinge hab‘ ich einfach nicht groß gekriegt. Tendentiell eher lehmiger Boden plus Schneck-Attack = Zwiebelein direktemang hin, vermute ich. Also kaufe ich meine Lauch-Setzlinge lieber zu.)

Ich wusste ja nun auch schon, daß die Pflanzen problemlos über den Winter im Beet stehen bleiben konnten. Kälte ist nicht problematisch, und jetzt kann ich sagen: Dauerregen auch nicht, denn abgesoffen ist der Lauch tatsächlich nicht. (Was man ja durchaus hätte befürchten können, so viel wie es hier bei uns geregnet hat.)

Die ersten frischen Stangen habe ich kürzlich erst bei einer meiner regelmäßigen Vogelfutter-Auffüll-Touren durch den Garten geerntet und bei der Gelegenheit gleich noch ein bißchen Grünkohl mitgenommen. Irgendwie dachte ich, die beiden müssten doch nicht nur farblich ganz gut zusammen passen. – Spoiler Alert: Das tun sie, wenn Ihr mich fragt.

In Kombination mit würzigem Bergkäse schmecken beide ganz hervorragend und ergänzen sich gut. Essen nach Farben, Hellgrün und Dunkelgrün, Frühling und Winter in einem Gericht.

Köstliche Winterquiche

Für den Knetteig benötigt Ihr 200 gr Mehl*, 125 gr Butter (kalt), 1 Ei und eine Prise Salz.

* Geschmackssache: Ich habe Weizenmehl Typ 1050 verwendet.

Und für die Füllung: 3–4 Stangen Lauch (je nach Größe), eine großzügige Handvoll Grünkohl (geputzt), 1 Becher Schlagsahne (200 ml), 4 Eier, Salz, Pfeffer, Muskat, 100 gr geriebenen Bergkäse.

Außerdem: etwas Butter fürs Andünsten der Gemüse, und für die Form noch etwas mehr Butter und Mehl.

Nicht vergessen: Der fertige Quicheteig sollte vor dem Backen ca. eine Stunde zugedeckt kaltstehen. Ich vergesse sehr oft, diese Ruhezeit einzuplanen, deshalb erwähne ich’s hier noch einmal extra. (Oder sind nicht alle Quichebäcker so verpeilt wie ich?)

Backzeit im auf 200 °C vorgeheizten Ofen (E-Herd): ca. 45–50 min.

Und jetzt … das (wirklich sehr einfache!) Rezept:

1. Mehl, Butter in Stücken, Ei und Salz rasch zu einem geschmeidigen Knettteig verarbeiten. Ich starte meist mit den Knethaken des Handrührgeräts und gehe erst dann mit den Händen dran, oder ich nehme einen Teigschneider zum Einarbeiten der Butter ins Mehl. – Kaltstellen nicht vergessen!

2. Lauch putzen, waschen und in nicht ganz so dünne Ringe schneiden. Grünkohl waschen, von den Strünken befreien und in mundgerechte Stücke reißen. Das Gemüse in ein wenig heißer Butter etwa 10 Minuten zugedeckt dünsten. Ab und zu wenden.

3. Eine Quiche- oder Tarteform mit 24 Zentimetern Durchmesser mit etwas Butter fetten und mit Mehl ausstäuben. Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, in die Form geben und einen Rand ausarbeiten. Mehrmals mit einer Gabel einstechen und ca. eine Viertelstunde im vorgeheizten Ofen vorbacken.

4. Währenddessen für die Füllung Sahne und Eier verquirlen und mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen. Das Gemüse mit dem geriebenen Käse mischen, auf dem vorgebackenen Teig geben und mit der Sahne-Ei-Gewürze-Mischung übergießen.

5. Die Quiche in 30–35 Minuten fertig backen und am besten noch warm servieren.

Ich wünsch‘ Euch guten Appetit! Verratet Ihr mir noch Eure liebsten Rezepte mit Lauch?

Was mich 2019 glücklich gemacht hat {Jahresrückblick}

Ob ich das überhaupt noch kann? – Was denn? – Na, dieses Bloggen. Schreiben und fotografieren und so. – Wieso? – Ich hab das doch jetzt schon so lange  nicht mehr gemacht! – Na und? – Wie, na und? – Probier’s halt aus, dann wirste’s schon sehen!

Ihr lieben Leser*innen, seid Ihr noch da? Ich war so lange nicht hier! Drei Monate bestimmt. Und auch vorher habe ich mich ja selten blicken lassen… Geradezu verwaist war die Laube, jedenfalls die virtuelle. Im Garten bin ich schon häufig gewesen dieses Jahr. Der Gute! Ohne das Wühlen in der Erde, ohne meine Blumen, ohne das Säen und Ernten, Fluchen und Freuen wäre ich sicher manches Mal verrückt geworden. So ein Stück Acker ist auch ein Stück NormalitätGlück, wenn das Leben völlig aus den Fugen gerät.

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Zweimal Sommer: Kräutersalz und Minzzucker selbstgemacht {Geschenke aus Laubenhausmädchens Küche}

Während alle anderen längst vom Herbst schwärmen, versuche ich, den Sommer mit allen Mitteln festzuhalten. Das ist jedes Jahr das gleiche. Ich fürchte mich vor dem Tag, an dem ich wieder Strümpfe anziehen muss, an dem alle Himbeeren geerntet und die letzten Tomaten von den Sträuchern gepflückt sind. Nicht immer treten diese drei Ereignisse zeitgleich auf, das eine oder andere lässt sich zu meinem Glück manchmal auch ein kleines bißchen hinauszögern. (Die Himbeeren halten ja bei günstigem Wetter oft noch bis November durch – da akzeptiere ich dann notgedrungen auch die Strumpftemperaturen.)

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Gar nicht sauer, sondern köstlich. Zitronengurken {Laubenhausmädchens Gemüsegarten}

Ist das nicht echt vertrackt? Ausgerechnet im Sommer, wenn’s doch eigentlich aus dem Garten so viel zu berichten gäbe, hab‘ ich im Garten auch so viel zu tun. Spaß man das ja! (Eine ganze Menge sogar.) Aber – viel zu tun ist es trotzdem. Komme ich denn da dazu, Euch vom Garten zu erzählen? Nicht wirklich. Also, viel zu selten jedenfalls! (Merkt Ihr ja selbst.)

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Stockrosen und ein Madeleines-Rezept {Souvenirs}

Ich geb’s zu: Über Regentage mitten im Sommer habe ich mich wohl lange nicht mehr so gefreut wie in diesem Jahr.

Nach der langen Trockenheit im Juni konnten die Pflanzen im Garten in den letzten zehn Tagen einmal ordentlich durchatmen und dringend benötigtes Wasser von oben schöpfen, derweil ich mein erhitztes Gärtnerinnengemüt um willkommene zehn bis 15 Grad (geschätzt) heruntergekühlt habe. Das tat wohl uns allen irgendwie gut …

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Kommt, wir spielen Kirschen versenken {Junigarten}

Kann es wohl sein, daß der Juni der schönste Gartenmonat von allen ist? Mir kommt’s gerade mal wieder so vor.

Die Rosen geben sich eine nach der anderen die Klinke in die Hand und blühen nur so um die Wette. Am Lavendel tummeln sich die Hummeln und die Schmetterlinge, meinen Dahlien kann ich beim Wachsen zusehen und die Blütenbälle des Zierlauchs explodieren geradezu. Der Kürbis kommt ohne Stütze längst nicht mehr aus, die Tomaten sind jedenfalls blütenmäßig völlig außer Rand und Band geraten und die erste Gurke können wir wohl auch bald ernten. So soll das sein! So ist es auch jedes Jahr im Juni, scheint’s? Und jedes Jahr bin ich wieder höchst erstaunt. Daß das alles so kommt, hätte ich mir doch im Mai überhaupt noch nicht träumen lassen.

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Papa Was a Rollin‘ Stone {Blind-Date Edition #7}

Was kommt dabei heraus, wenn sich 16 BloggerInnen zu einem festlegten Song Gedanken machen und die entstandenen Beiträge zeitgleich ins Internet stellen?

Unter dem Motto „Papa was a Rollin‘ Stone“ hat jede/r von uns einen Beitrag zu dem gleichnamigen Song von The Temptations geschrieben.
Wir wissen nicht, was die Anderen geschrieben haben, es gab keine inhaltliche Abstimmung und wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis!

Mit dabei sind: Gartenbaukunst, BeetkulturDer kleine HorrorgartenCardamonchai, RienmakäferGarteneuphorie, Garteninspektor, Faun & Farn, Naturgartenideen, Ein Stück Arbeit, Herwoodenheart (Instagram), Kistengrün, WirGartenkinder, Wohnungsgarten, Berlingarten und das Laubenhausmädchen.
Und wir alle wünschen Euch viel Spaß beim Lesen!

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Frühlingsfarben und ein Marmeladenrezept {Rhabarberzeit}

Hat die aber mal lange nichts von sich hören lassen? Ja, hat sie, das stimmt. Seit März? Ich geb’s wohl zu. Falls Ihr Euch gefragt habt, ob’s das Laubenhausmädchen überhaupt noch gibt… Ja, ich bin noch da! Der Blog ist auch noch da, leise zwar, aber ja. Da!  Und der Garten – auf den Garten ist sowieso immer Verlaß. Er scheint es mir noch nicht einmal besonders übel zu nehmen, daß ich in den letzten Monaten so selten bei ihm war und nie mehr als ein paar Stunden  abzwacken konnte. Der Garten ist einfach da. Der wertet nicht, der wartet. Er macht in der Zwischenzeit sein Ding, so rein unkrautmäßig und so. Aber er ist da, und das ist toll.

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Frühlingsgrüne Lauch-Fenchel-Suppe

Kennt Ihr das auch? Da sitzt man mittags mit den KollegInnen in der Pause zusammen, isst und unterhält sich – worüber denn auch sonst? – übers Essen. Natürlich! Guckt seinen Tischnachbarn auf die Teller, sagt „oh, das sieht aber auch sehr lecker aus, was du da hast!“, und am Ende tauscht man vielleicht sogar Rezepttipps aus. Bei uns in der Abteilung ist genau das bald tägliches Geschäft, mir scheint, ich arbeite mit lauter Schlemmern zusammen …

Bei einer dieser Gelegenheiten bin ich schon vor einer ganzen Weile mal an das Rezept für die frühlingsgrüne Lauch-Fenchel-Suppe gekommen. Eigentlich war’s mehr eine Idee von einem Rezept als eine genaue Angabe von Mengen, Zutaten und Abläufen, nach dem Motto, nimmste Lauch, nimmste Fenchel, dünstest beides ’n bisschen an, gießt es mit Brühe auf, läßt das Gemüse weich kochen und pürierst es einmal gründlich mit dem Mixstab. Vielleicht noch’n Schuß Sahne dazu, fertig.

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Saisonstart und Streuselkuchen {Rezeptesammlung}

Frühling im Februar! Leute, ich war im Garten. Nicht bloß mal eben so, gucken, wie’s ist und nach einem kurzen Rundgang schnell zurück nach Hause, weil kalt und blöd und ungemütlich draußen. Nein, so richtig! Zwei Nachmittage lang. Mit Spaten in der Hand und Gummistiefeln an den Füßen, mit Zwiebelblumen zählen und Sonnenpause auf der Bank vor der Laube.

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